Frieden als Fundament

Artikel zu den SDGs von Max

2015 beschließt die UN (United Nations), 17 Sustainable Development Goals (SDGs) für eine nachhaltige Entwicklung aufzustellen. Eines dieser Ziele ist Frieden und Gerechtigkeit.

Gandhi sagte eins, „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ Dieses Zitat denke ich, beschreibt den Sinn des 16 Ziels am besten. Der Frieden dient als „Fundament“ ,worauf die anderen Bestrebungen aufbauen. Nehmen wir uns mal das erste Ziel, die Bekämpfung von Armut vor. Um etwas gegen Armut zu unternehmen, braucht ein Land die Mittel, wie etwa Geld, dazu. Jedoch erst in den Zeiten des Friedens können ein Land zu Wohlstand führen, denn in Kriegszeiten werden diese Mittel für das Militär und deren Haltung verbraucht.
Aber nicht nur, wenn es darum geht, als Fundament zu dienen, ist Frieden wichtig. Schließlich kann sich eine Gesellschaft erst in Friedenszeiten entfalten und entwickeln, in soziologischer, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht. Dies beweist Frieden ist etwas, was im Sinne aller sein sollte. Doch leider sieht die Realität in vielen Gegenden der Welt anders aus. 2018 wurden 52 aktive Konflikte in der Welt gezählt, das sind 20 mehr als im Jahr 2012. Ob durch Gier, Ressourcen oder Ideologie die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass Kriege immer eine Rolle in der Welt gespielt haben. Doch das heißt nicht, dass die SDGs nicht erstrebt werden sollten.

Eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der SDGs ist nur dort möglich, wo Frieden herrscht. Jedoch brauchen wir effektive und gerechte öffentliche Einrichtungen, welche einen hohen Bildungsstandard, eine gute Gesundheitsfürsorge, sowie faire Regeln für die Wirtschaft garantieren. Der Grund, warum eine Gesellschaft diese Institutionen braucht, ist, dass wir die Grundlagen und auch die Zeit haben, um uns weiterzubilden und uns nicht nur um die Bedürfnisse der eigenen Person oder der Familie kümmern zu müssen.


Doch erst mit gerechten Institutionen und Rechtsprechung haben die Menschen das Recht zu leben und den Schutz des Besitzes. Weshalb in meinen Augen diese Einrichtungen mit einer der größten Kernpunkte des sechzehnten SDGs ist Gesellschaft vor Zensur, Korruption und Gewalt aller Art schützten. Denn auch in Ländern wo Frieden herrscht, kann sich eine Gesellschaft nicht entfalten, wenn sich dort eine schlechte Rechtsprechung Gewalt, Korruption oder Zensur ausbreitet (z. B. Türkei, Nordkorea oder Venezuela). Aber auch in Deutschland, wo das Gesetz die Menschen schützt, kann man in der jüngeren Vergangenheit Beispiele finde, wo das Recht versagt hat (NSU Skandal, VW Skandal, NSA Skandal). Jedoch auch im Alltag gibt es Versagen der staatlichen Institutionen (Racial Profiling der Polizei) in Deutschland.

Die SDGs oder Agenda2030, wie sie in der Politik heißen, sind wunderbare und wünschenswerte Zielsetzungen. Jedoch werden sie eine Utopie bleiben schon dadurch, dass wir diese nicht in 10 Jahren umsetzen können. Denn es müssten radikale Veränderungen in unserem Konsumverhalten vorgenommen werden. Denn so wie wir jetzt in Deutschland leben, können nicht alle auf der Welt leben. Doch auch in der Politik muss mehr Bestreben vorhanden sein, diese Ziele durchsetzen zu wollen. Auch wenn sich das alles eher düster anhört, müssen wir nach dieser Utopie streben.

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